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Zeiten der Veränderungen

Januar 7th, 2011

Lange habe ich überlegt, ob mich ein Webblog nicht zu sehr von meinem Weg - meinem schriftstellerischen Weg - abbringt. Kleine Umwege nehme ich gerne in Kauf, schließlich gibt es auf den verschiedenen Lebenswegen eine Menge zu entdecken und bietet oftmals Überraschungen, die das Leben bereichern. Aber wenn die Phantasie sich verabschiedet, auf Reisen geht und so gar nicht mehr meine Geschichten lebendig werden lassen will, dann brechen Zeiten der Veränderungen an.
Und als ich dann noch erfuhr, dass die Schule des Schreibens ältere Webblogs - ob nun aktiv oder nicht - kündigte, verlor ich schon fast - aber nur fast - die Lust am Bloggen. Meine Gedanken kreisten und suchten nach Lösungen. Ja, und dann musste ich mich auch noch entscheiden …
Tja, und heute präsentiere ich euch - ganz besonders meinen lieben und treuen Lesern und Kommentatoren, die in den letzten Wochen auch ohne meine Gegenbesuche auf ihren Blogs mich durch meine Entscheidungsfindungsphase begleitet haben - DIE ENTSCHEIDUNG:

  • Bloggen und Kommentieren werde ich zukünftig weniger intensiv praktizieren - an Stöckchen, Blogparaden, Projekten, Rätsel etc. werde ich mich in der Regel nicht beteiligen. Okey, Ausnahmen gibt es immer - man sollte ja nie nie sagen ;-)
  • Die fleißigen Vielblogger unter euch mögen mir verzeihen, aber eure vielen und häufig sehr interessanten Beiträge schaffen mich - mir bleibt meist nur an den Wochenenden Zeit zum wirklich entspannten Bloggen.
  • Und wenn schon Zeiten der Veränderungen … dieses Webblog gehört ab sofort der Vergangenheit an. Lilie verabschiedet sich, dafür freut sich schreibtischgedanken auf eure Besuche. Und zwar genau hier:http://schreibtischgedanken.wordpress.com

Mein neues Blog ist noch lange nicht perfekt, aber ich bin stolz darauf, dass mein technischer Unverstand trotzdem das Einrichten nicht ganz abgelehnt hat.

Abschließend ist es mir ein ganz großes Anliegen, euch für eure Treue, eure Unterstützung und eure Heiterkeit mit euren Kommentaren zu danken. Ihr seid mir ans Herz gewachsen, auch wenn Zeiten der Veränderungen eingetreten sind.

Bilanz 2010

Dezember 29th, 2010

Es war ein gutes Jahr - das Jahr 2010. Ein Jahr mit guten medizinischen Ergebnissen, ein Jahr der persönlichen Veränderungen und auch ein Jahr der schönen Erlebnisse.
Eigentlich hatte es gar nicht so gut angefangen: Schnee und Glatteis beeinträchtigten meinen persönlichen Tagesablauf doch sehr, schlechte Stimmungen drückten auf mein Gemüt und so hatten Ängste und Traurigkeit Zeit, sich zu entfalten. Doch ich ging sie an, bekämpfte sie und das Jahr wurde richtig gut:

  • Mein Schatz hatte 2010 drei große Nachuntersuchungen und alle drei sind so richtig gut ausgegangen.
  • Wir sind in diesem Jahr zweimal verreist und hatten trotz einiger kleiner Hindernisse (ihr erinnert euch sicherlich an meinen verletzten Daumen etc.) eine tolle Zeit.
  • Neu entstandene Freundschaften bereichern mein Leben.
  • Ich habe mich von vielem getrennt, was einen schlechten Einfluss auf meine Gefühle hatte.
  • Ich habe die liebe Ingrid persönlich kennengelernt, worüber ich mich sehr freue.
  • Mein Belletristik-Studium werde ich bald abschließen können.
  • Einige Kurzgeschichten sind entstanden, ein Roman-Anfang ist geschrieben.
  • 24 kg Kummer- und Cortisonspeck der letzten Jahre habe ich abgenommen.
  • Einige richtig gute Bücher habe ich gelesen (An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an das für mich völlig uninteressante Fernseh-Programm …)
  • Schnee und Glatteis beeinträchtigen auch in diesen Zeiten meinen Tagesablauf sehr. Vieles muss anders organisiert werden und nimmt noch mehr meiner kostbaren Zeit in Anspruch. Und doch nehme ich es in diesem Winter ein Stück weit gelassener.
  • Und zu guter Letzt: Eine Entscheidung hinsichtlich meines zukünftigen Blog-Schreibens ist gefallen (dazu jedoch zu einem späteren Zeitpunkt).

Also, ich bin zufrieden. Sehr sogar. So soll es auch im Jahr 2011 weitergehen. Klar gab es kleine Ärgernisse hier und da. Die sind jedoch wichtig und notwendig - denn ohne sie wären die positiven Dinge nicht so präsent, nicht so bewusst.
Und es war ein gutes Jahr - das Jahr 2010.

Frohe Weihnachten

Dezember 24th, 2010

Jappybilder
Ich wünsche euch allen ein wunderschönes Weihnachtsfest. Lasst es euch so richtig gut gehen.

Bildquelle: GB Pics - Lustiges zu Weihnachten

Gastronomie heute

Dezember 13th, 2010

Ein Telefongespräch am 12.12.:

Hier spricht … Ich habe schon mehrmals versucht, Sie zu erreichen. Sie hatten für gestern einen Tisch bei uns reserviert und sind dann nicht erschienen.

Ich habe keinen Tisch reserviert.

Oh doch. Für sechs Personen.

Nein. Ich hatte für den 11.11. einen Tisch für sechs Personen reserviert, den ich jedoch an diesem Tag storniert habe.

Und dann haben Sie telefonisch für den 11.12. reserviert.

Nein, das habe ich nicht.

Am 11.11. steht nur, das Sie abgesagt haben.  Aber keine Reservierung.

Das ist dann aber Ihr Problem.

Am 11.12. stehen Sie im Terminbuch. Sonst hätte ich Ihre Telefonnummer nicht.

Dann haben Sie die Reservierung wohl falsch notiert.

Nein, Sie haben die Reservierung vorgenommen.

Tut mir leid, wenn Sie Ihre Terminplanungen nicht im Griff haben.

Da kann man dann wohl nichts machen … (aufgelegt)

Was war das denn? Ob ich für das nächste Treffen der Leseratten in diesem Lokal noch einmal eine Tischreservierung vornehme, werde ich mir nun gründlich überlegen. Schließlich gibt es auch noch andere Lokale, nicht wahr? Ich frage mich nur, das der Sinn dieses Anrufs war. Denn, selbst wenn ich eine Tischreservierung nicht abgesagt hätte, was hätte Herr … mit diesem Telefonat erreichen wollen? Tztztz - Leute gibt’s …

Nikolaus

Dezember 5th, 2010

Na? Schuhe schon geputzt???

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Die Welten des Schreibens

November 28th, 2010

An jeden Tag, an dem ich schreibe, betrete ich immer wieder  aufs Neue die unterschiedlichsten Welten, überschreite Grenzen, die Raum und Zeit auf diffuse Weise trennen. Nicht selten befinde ich mich in einem Grenzland zwischen Erfahrung und Phantasie. Die Erfahrung verleitet mich zum vernünftigen kopfgesteuerten Handeln und die Phantasie lässt mich in eine Welt eintreten, wie ich sie mir erträume.
Ich bin eine Reisende, ewig Suchende nach meiner eigenen Welt. Und doch, wenn ich es mir so recht überlege, habe ich sie bereits gefunden. Denn meine Welt fließt aufs Papier und befreit mich von den Fesseln des Alltags. In meiner Welt bin ich frei. Die Bewegungsunfähigkeit der Realität ist dann ein unbekannter Zustand. Da ist es doch gar nicht verwunderlich, dass ich das Schreiben brauche, wie Luft, Nahrung und Schlaf.
Und meine Reisen in andere Welten sind zur Zeit ziemlich häufig. Deshalb halte ich mich auch weniger in Bloggershausen auf. So ist das nun mal *seufz* - man kann nicht an zwei Orten gleichzeitig sein … Schade eigentlich!

Ohne Worte - viel Freude

November 23rd, 2010

Auch dieses Mal wieder:

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Eigentlich sollte ich an dieser Stelle über das zweite Treffen der Leseratten berichten. Eigentlich …
Aber es fand nicht statt, am letzten Donnerstag, auf den ich mich so sehr gefreut hatte. Warum? Nun, es hagelte Absagen. Leider! Schade!
Also stornierte ich die Tischreservierung und widmete den Abend mir selbst und - wie sollte es anders sein - der großen Frage: Wie soll es weitergehen? Ist mein Projekt schon gestorben, bevor es überhaupt richtig angefangen hat? Aber so schnell gebe ich nicht auf. Ich nicht! Außerdem sind aller guten Dinge drei, dachte ich mir, und so habe ich mir folgendes überlegt:

Da “Die Klatschmohnfrau” nicht besprochen wurde, soll sie auch das Thema des nächsten Treffens sein. (So spare ich mir die Mühe einer erneuten Bücherauswahl.)

Einen Tisch werde ich erst eine Woche vor dem Termin reservieren. Und auch nur dann, wenn ich bis dahin verbindliche Zusagen erhalten haben sollte. (So spare ich mir eine eventuelle Stornierung.)

Die Mindestteilnehmerzahl: 4

Jetzt aber der Termin. Also, das nächste Treffen soll am

Donnerstag, den 27. Januar 2011 - 19.00 Uhr -

stattfinden. Und weil das bis dahin noch soooo lange Zeit ist, der eine oder die andere eventuell noch eine Buchempfehlung braucht - okey, bitteschön:

Muriel Barbery
Die Eleganz des Igels
dtv, 9,90 Euro
ISBN: 978-3-423-13814-7

So, jetzt wünsche ich viel Spaß beim Lesen.

Das menschliche Miteinander ist manchmal doch recht schwierig. Besonders dann, wenn bestimmte Verhaltensweisen vom anderen erwartet werden. Unterschiedliche Lebenseinstellungen prallen aufeinander und finden selten einen Ankerplatz, um harmonisch miteinander zu verschmelzen. So empfinde ich es zumindest in letzter Zeit immer häufiger. Und dann frage ich mich, ob ich wirklich so ein Querkopf bin, wie manches Mal von mir behauptet wird, gerade dann, wenn ich mich traue, NEIN zu sagen.  Ist es wirklich so schlimm, dass ich nicht immer mit dem Strom schwimmen will? Ist es so verwerflich, dass ich mein Recht auf mein eigenes kleines Glück vehement verteidige? Muss ich wirklich immer für alle und alles Verständnis aufbringen, auch wenn mein Gegenüber so ganz anders denkt als ich? Soll ich mir von den ewig Jammernden unsere wertvolle freie Zeit verderben lassen - diese kostbare Zeit unseres gemeinsamen Glücks?
Im Laufe meines Lebens habe ich mich ein Stück weit verloren. Doch es ist an der Zeit die verlorenen Teile aufzusammeln und Stück für Stück wieder zusammen zu setzen. Denn ich bin ich, so wie ich bin!

Himmlisches Teufelszeug

November 7th, 2010

Ein himmlischer Genuss - gemacht durch des Teufels Hand - ja, das ist sie: die Schokolade. Universell einsetzbar, ein Allheilmittel. Ob nun als Belohnung für meine stetigen Bemühungen, ob zum Trost bei Herzeleid, das Rendezvous mit der zartschmelzenden braunen Masse ist dann beschlossene Sache.
Nur ein Riegelchen, nur ein oder zwei Pralinen sage ich mir. Doch kaum spüre ich eine Besserung meiner seelischen Verfassung starre ich erstaunt auf die leere Packung. Wer hat hier heimlich mitgefuttert? Niemals kann ich alleine … Sei’s drum. Ändern kann ich es nicht mehr. Und was heißt hier Disziplinlosigkeit? Meine extreme Konzentrationsfähigkeit braucht eben permanente Energiezufuhr. Basta!

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