Seit einigen Jahren bin ich bekennende Homeshopperin. Ein Einkaufsbummel ist für mich heute wirklich nur noch ein Bummel. Denn ich gucke mal rechts und ich gucke mal links, hole mir ein paar Anregungen und Ideen und kaufe nur noch, wenn ich durch Zufall ein außergewöhnlich schickes Kleidungsstück entdecke. Dann aber auch nur, wenn es mich derart überzeugt, dass ich bereit bin, die Anprobe-Prozedur auf mich zu nehmen. Und das passiert seeeehr selten.
Wie viel angenehmer ist es doch, auf dem heimischen Sofa den Katalog zu studieren. Ein Genuss ist es geradezu, die einengenden und unvorteilhaft beleuchteten Umkleidekabinen, die uns beim Blick in den Spiegel depressiv werden lassen, der Vergangenheit zuzuschreiben. Auch gibt es auf dem heimischen Laufsteg keine gnadenlose Verkäuferin, die im unpassendsten Moment den Vorhang der Kabine hisst und erschreckend ehrlich und wenig charmant durch den Laden tönt: ” Größer haben wir leider  nicht.”
Nee, ich bleibe bei meinen Katalog-Bestellungen.
Und übrigens: Mein neues Herbst-/Winter-Outfit habe ich bereits seit einigen Wochen. Ich bin auf jeden Fall für die nächste Jahreszeit gerüstet, ganz ohne Einkaufsstress.
geposted in Gedankensplitter, persönliches | 20 Kommentare »
… und das Wetter an der Nordsee war gar nicht so schlecht. Richtig geregnet hat es nur am letzten Tag - doch das hat uns weniger gestört. Einen Tag faulenzen und lesen und packen  - am nächsten Tag ging es dann wieder nach Hause.
Neuharlingersiel - ein kleines beschauliches Fischerdorf an der Nordseeküste - war unser diesjähriges Urlaubsziel.

Es war einfach wunderbar, das Reizklima auf unsere Atemwege, unsere Haut und unsere Seelen wirken zu lassen. Wir lieben die Erholung an der Nordsee …

Im Fischerhafen zu sitzen, das Treiben der Fischkutter zu beobachten, war eine Beschäftigung, die auch nach Stunden nicht langweilig wurde.

Natürlich haben wir nicht nur im Hafen gesessen - tztztz - was denkt ihr denn bloß von uns …
Ausflüge nach Bensersiel, Esens und auf die Insel Spiekeroog sowie eine Planwagenfahrt durch das Marschland standen ebenfalls auf auf unserem Programm.

Kulinarisch verwöhnten wir uns fast täglich mit einem leckeren Fischgericht. Und nachmittags war pflichtgemäß ostfriesische “Tee Tied” angesagt.

Hach, es war sooo schön … Mein Surfstick ist allerdings gar nicht zum Einsatz gekommen. Wenn ich eine Verbindung haben wollte, hätte ich mich auf den Damm begeben müssen - aber dort gab es so viel anderes zu beobachten, so dass mein kleines Netbook geschont wurde und sicher und geschützt in seiner Tasche blieb.
So, und hier noch ein paar kleine Nordsee-Urlaubsimpressionen - wie immer unbearbeitet (ihr kennt mich ja *seufz*) …






Tja, und jetzt hat mich der Alltag - fast - wieder.
geposted in Orte, Tagebuch | 26 Kommentare »
Ich kann sie bereits riechen, die salzige Luft schmecken. Wenn ich meine Augen schließe, dann spüre ich den leichten Wind der See auf meiner Haut, den warmen Sand zwischen meinen Zehen. Sonnenstrahlen kitzeln meine Nase und ich genieße …
Nur noch wenige Tage, dann verbringen wir unseren Urlaub an der Nordsee.

GB Pics - UrlaubÂ
Na ja, so ganz ohne Anschluss bin ich nicht. Einen Surfstick habe ich mir zugelegt. Ob ich ihn nutzen werde, weiß ich noch nicht. Deshalb sag’ ich jetzt mal artig tschüss. Im September geht es frisch und ausgeruht weiter. Lasst es euch gutgehen und - vergesst mich nicht …
geposted in Allgemeines, Tagebuch, persönliches | 30 Kommentare »
Zsa Zsa Gabor sagte einmal: “Man soll die Männer nehmen wie sie sind, aber man soll sie nicht so lassen.”
Nun ja, ob ihr das bei ihren vielen Ehemännern gelungen ist? Hier stellt sich mir die Frage, ob sie an ihren Männern, nachdem sie sie “verändert” hatte, kein Interesse mehr hatte, ober ob sie mit ihrem Vorhaben scheiterte.
Aber auch Grethe Weiser bekannte einmal: “Ein Ehemann ist ein Rohstoff, kein Fertigprodukt.”
Hhm, anscheinend sind wir Frauen doch sehr strategisch und haben tatsächlich die Neigung, alles verändern zu wollen - einschließlich unserer Männer.
Also, ich passe so gar nicht in dieses Bild, was uns Frauen so nachgesagt wird. Ehrlich! Eine Verwandlung der Männer liegt nicht in meinem Interesse.
Allerdings habe ich nichts dagegen, wenn er nach einer gewissen Zeit das eine oder andere ganz selbstverständlich beherrscht: Komplimente machen, Tür aufhalten, in den Mantel helfen, gelegentlich kleine Geschenke mitbringen, ein romantisches Essen zubereiten, Hemden bügeln, sich für Kunst und Literatur interessieren, Badezimmer putzen, für ein Gespräch auf die Sportschau verzichten, ein feuriger Liebhaber sein, Füsse massieren und mich niemals mit seiner Mutter vergleichen.
Und da ich ein hilfsbereiter Mensch bin, unterstütze ich ihn natürlich gerne beim Lernprozess. Ist doch völlig in Ordnung, oder?
geposted in Gedankensplitter, persönliches | 26 Kommentare »
Angeblich ist Zurückhaltung eine Tugend der Vornehmen. Und seien wir doch einmal ehrlich: Wenn wir wollen, beherrschen wir Frauen diese Tugend notfalls ziemlich perfekt. Wir verzichten ohne Murren auf Sportunterwäsche und beim wöchentlichen Großeinkauf können wir unter Umständen ebenfalls Verzicht üben. Aber in einem Punkt bin ich eine typische Frau - ich liebe Schuhe. Bin ich einmal im Fußbekleidungsrausch, dann bin ich nicht mehr zu halten.
Aber schließlich sind Schuhe nicht gleich Schuhe … Es gibt Pumps, Trotteurs, Stiefel, Stiefeletten, Sneakers, Sandalen, Pantoletten, Sandaletten, Flip-Flops, Ballerinas, Stilettos usw. usw. Ob nun Stil oder Farbe: Schuhe gibt es passend zu jeder Kleidung.
Tja, mittlerweile habe ich eine beachtliche Sammlung. Trennen kann ich mich nur äußerst schwer, selbst wenn das Tragen des ein oder anderen Paares bereits nach einer halben Stunde zur Qual wird. Aber sie sind doch sooo schön …
Der Schuh-Kauf hat aber noch einen entscheidenden Vorteil: Die Größe stimmt immer!!!
Tja, und so habe ich einmal wieder zugeschlagen. Entsorge ich nun ein paar vermeintlich ausgediente Schmuckstücke, oder kaufe ich lieber einen neuen Schuhschrank????
geposted in Gedankensplitter, persönliches | 24 Kommentare »
denn mein Blog wird ein Jahr alt.

Wie doch die Zeit vergeht … Genau vor einem Jahr, ich hatte gerade dieses Webblog von der Schule des Schreibens eingerichtet bekommen, saß ich vor meinem PC und überlegte, was ich nun damit anfangen sollte. Ich hatte noch nie zuvor von Webblogs gehört und mein technisches Unverständnis machte die Sache nicht gerade leichter.
Ich hatte keine Ahnung wie ich Fotos einstellen konnte, noch nicht einmal einen Smiley brachte ich zustande.
Und heute? 130 Artikel habe ich in dem zurückliegenden Jahr eingestellt. Leser und Kommentatoren kamen und gingen.
Und denen, die blieben, mich begleiteten in meinen schweren und leichten Zeiten, die mir Trost spendeten und mit mir lachten, die mir bei technischen und anderen Fragen mit Rat und Tat zur Seite standen, denen möchte ich heute ganz besonders herzlich danken.

Ich möchte das Bloggen auf keinen Fall mehr missen. Ich möchte EUCH auf keinen Fall mehr missen. Â
So, und jetzt lassen wir die Korken knallen …

Habt einen schönen Tag …
geposted in Allgemeines, Tagebuch, persönliches | 24 Kommentare »
Hach, was war das wieder schön …
Perlenbasteln stand in der vergangenen Woche wieder einmal auf dem Plan der Freizeitaktivitäten. Endlich macht der Sommer ein wenig Pause, so dass ich verschnaufen konnte und meine verloren geglaubte Kreativität ganz zaghaft sein Näschen hervorstreckte und behutsam auf sich aufmerksam machte.
Sieben lustige Frauenzimmer schnatterten und bastelten, bastelten und schnatterten. Es war einfach nur herrlich …
Martina von der Buchstabenwiese war auch wieder dabei. Sie hat wunderschönen filigranen flower power Schmuck in - wie sollte es auch anders sein - aquamarin hergestellt. Ihre Stücke könnt ihr hier bewundern.
Tja, mein Schmuck ist weniger filigran. Aber das würde auch nicht so gut zu mir passen. Die nette Perlenladen-Besitzerin ordnete meine Ergebnisse dem Ethno-Stil zu. Ups, wieder etwas dazu gelernt. Aber seht selbst:

Damit die massiven Glasperlen nicht allzu schwer am Hals sind, habe ich den hinteren Teil dieses Schmuckstücks einfach mit einer silbernen Gliederkette versehen.

Hier sind die Glasperlen kleiner, daher auch nicht so schwer. Übrigens gefällt meinem Schatz diese Kreation am besten …

Hier noch eine lange Variante mit einem Anhänger, der aus verschiedenen Steinen und Silberteilen besteht.
Ja ja, ich weiß … Fotografieren ist jetzt nicht unbedingt meine Stärke … Aber ich mag meine neuesten Werke und musste sie einfach zeigen.
Hach, was war das wieder schön …
geposted in Erlebnisse, Tagebuch, persönliches | 12 Kommentare »
Es ist dunkel um mich herum. Und doch spüre ich die Helligkeit, die Sonnenstrahlen, wie sie neugierig und und hartnäckig versuchen, in das Innere meiner Höhle zu gelangen. Schwüle Hitze umgibt mich und macht mich unfähig, Gedanken zu Ende zu führen. Je mehr Flüssigkeit ich meinem Körper zuführe, desto stärker wird der feuchte Film auf meiner Haut. Ich stecke in einem großen dunklen Loch voller Sommer. Da ist kein Platz mehr für kreative Ideen, kein Platz für Geschichten, kein Platz für Antworten, kein Platz für Gedanken - noch nicht einmal für Gedankensplitter. Mein Kopf ist völlig erschöpft, hat sich vormitags im Büro verausgabt und schreit nach Entspannung. Müdigkeit. Nur nicht denken. Das ist es wohl, was man als Sommerloch bezeichnet.

Also, bitte nicht wundern, wenn zur Zeit wenig von mir kommt …
geposted in Gedankensplitter, Tagebuch | 20 Kommentare »
Als ich wieder zu mir kam, stand er am Fenster und sah hinaus in die Nacht. Ich beachtete ihn eine Weile, bevor ich mich bemerkbar machen wollte. Ich maß mit den Augen die Linien seines Rückens, seiner Schultern, seines Kopfes, seiner makellosen Gestalt.
“Du wolltest es so. Nun gibt es kein zurück mehr”, sagte er, fast so, als spräche er mit sich selbst.
“Ja. Und ich bereue nichts.” Da drehte er sich um und seine roten Augen blickten geradewegs in mich hinein. Er verzog sein Gesicht zu einem grausamen Lächeln.
“Du wirst bereuen”, erwiderte er. Mit diesen Worten sprang er aus dem Fenster und verschwand.
Ich lag noch eine Weile wach. Doch die Erlebnisse der Nacht hatten mich so sehr erschöpft, dass ich bald darauf einschlief. Wirre Träume von nächtlichen Streifzügen durch die Straßen der Stadt und blutigen Szenarien ließen mich nur unruhig schlafen. Als der Morgen graute, erwachte ich wieder. Was für ein seltsamer Traum! Schwerfällig stieg ich aus meinem Bett und wunderte mich darüber, dass ich nackt war. Taumelnd wankte ich ins Badezimmer und erschrak, als ich mein Spiegelbild sah.
Mein ganzer Körper war mit blauen Flecken übersäht, die blutunterlaufenen Augen blickten kalt. Ich hörte das Hecheln des Hundes, das Rauschen der blattlosen Äste der Bäume und das Tippeln der Mäuse auf dem Dachboden. Ich war hungrig, doch der Gedanke an Frühstück ließ Ekel in mir hochsteigen. War ich krank? Da hörte ich Schritte vor der Haustür und das Rascheln von Papier. Rasch griff ich nach meinem Bademantel und lief die Treppe hinab. Karl, der Zeitungsausträger, schob gerade das Tageblatt in den Briefkasten, als ich die Haustür öffnete.
“Guten Morgen, Frau Haberland. So früh schon auf den Beinen?”, begrüßte er mich.
“Guten Morgen, Karl. Mögen Sie eine Tasse Kaffee mit mir trinken?” Ich war selbst erstaunt über den lockenden Unterton in meiner Stimme.
Irritiert sah er mich an. Dann nickte er. Bereitwillig kam er einen Schritt auf mich zu. Der Hunger in mir und das brennende Verlangen nach pulsierendem Leben war kaum noch auszuhalten. Als Karl an mir vorbei in das Haus trat, schloss ich für einen Moment die Augen und sog seinen Duft tief ein. Dann schloss ich die Tür.
“Oh, Karl. Sie duften aber heute ganz besonders verführerisch”, schmeichelte ich ihm. Ein wollüstiges Grinsen zeigte sich auf seinem Gesicht, als ich mit der Zunge über meine Lippen fuhr.
“Ja, also Frau Haberland … äh … Maria … Sie sind heute so … wie soll ich sagen …”, stammelte er verlegen.
“Wollen Sie nicht ablegen?”, forderte ich ihn auf. Als die Jacke über seine Schultern glitt, flackerte kurz Verwunderung in seinem Blick bevor ich meine Zähne in seinen Hals schlug.
(Diese Geschichte ist meine B09 meines Belletristik-Studiums an der Schule des Schreibens. Aufgabe war, eine phantastische Geschichte zu schreiben. Die ersten drei Sätze der Geschichte waren vorgegeben.)
geposted in Geschichten, Schule des Schreibens | 12 Kommentare »
Es war eine düstere Novembernacht und ich war allein Zuhause. Der Hund hatte schon ein paar Mal angeschlagen, als er gegen Mitternacht endlich Ruhe gab. Ich wälzte mich noch eine Weile hin und her, hörte das alte Haus ächzen und knarren und war gerade eingeschlafen, als ich spürte, dass es ganz hell im Zimmer geworden war. Ich öffnete die Augen und wusste sofort was es bedeutete. So lange hatte ich darauf gewartet.
Der Vollmond schien auf ganz ungewöhnliche Weise auf mein Bett. Ich stand auf, um die Gardine zu schließen. Da bemerkte ich, wie kalt es geworden war. So kalt, dass ich meinen Atem sehen konnte. Er war hier!
Abrupt blieb ich stehen und starrte regungslos in die dunkelste Ecke meines Schlafzimmers. Und da stand er, beobachtete mich. Ein seltsames Gefühl von Erregung, Neugierde und Furcht überkam mich. Ich war unfähig, mich zu bewegen, als dieser schwarzgekleidete Unbekannte ganz langsam auf mich zu kam. Seine Füße berührten kaum den Boden und es schien mir, als ob er schwebte. Je näher er kam, desto faszinierender und erregender empfand ich diesen nächtlichen und lang ersehnten Besuch.Â
Als er in den Lichtstrahl des Mondes trat, blieb er stehen, legte seinen Kopf zur Seite und betrachtete mich. Er war wunderschön. Seine weiße Haut schien im Schein des Mondes zu glitzern und bildete einen starken Kontrast zu seinem schwarzen Haar. Groß und muskulös stand er vor mir, seine Augen leuchteten glutrot in einem markanten Gesicht. Dann lächelte er kalt, so dass mir ein Schauder über den Rücken lief.
“Guten Abend, Maria.” Seine Stimme klang weich und lockend und mir war, als ob sie in meinen Ohren nachhallte. Ich antwortete nicht und wartete statt dessen gespannt auf das, was folgen würde.
“Du hast auf mich gewartet”, stellte er fest, “und nun bin ich da.” Leise und schnurrend hatte er sich zu mir herabgebeugt, löste die Schleife meines Nachthemdes und ließ es über meine Schultern zu Boden gleiten. Ich fror. Aber innerlich war mir, als ob ich verglühen würde. Spöttisch sah er an mir herab.
“Geh wieder ins Bett”, befahl er mir. Widerstandslos folgte ich seinen Worten. Nur kurz wunderte ich mich über mein Verhalten, bevor ich mich einzig und allein auf ihn konzentrierte.
Ich stieg wieder in mein Bett, in dem er schon lag. Wie war er nur so schnell dorthin gekommen? Mir war es gleichgültig. Seine kalten Hände erforschten meinen Körper, seine Zunge glitt von meinem Bauch, zwischen meinen Brüsten hinauf, über das Schlüsselbein zu meinem Hals. Das Blut rauschte in meinen Adern und ich spürte eine Leidenschaft, wie ich sie noch nie erlebt hatte. Ich wollte ihn. Jetzt! Sofort! Fast schon verzweifelt klammerte ich mich an ihn und mein ganzer Körper schrie nach Erlösung. Eisern und hart hielt er mich in seinen starken Armen und ich war unfähig, mich unter seiner Stärke und Kraft zu bewegen, geschweige denn mich zu wehren. Ich biss mir auf die Lippen und schmeckte Blut. Im selben Augenblick bemerkte auch er meine blutigen Lippen und ein Knurren erklang aus seiner Kehle, einer Raubkatze gleich. Ein unsagbarer Schmerz schoss durch meinen Körper. Dann wurde alles dunkel.
Fortsetzung folgt …
geposted in Geschichten, Schule des Schreibens | 8 Kommentare »