Ein wahrlich schwieriges Thema, zu dem die liebe Dori aufgerufen hat. Was bedeutet für mich Freundschaft? Nun, in meiner Kindheit und Jugend gab es immer wieder eine beste Freundin, die mich ein Stück auf meinem Lebensweg begleitete. Auch wenn wir uns im Laufe der Jahre in andere Richtungen entwickelten und uns schließlich aus den Augen verloren, so bin ich froh und dankbar für eine wunderschöne intensive Zeit, in der ich viele Erfahrungen sammeln durfte und Freude empfunden habe. Und wenn sich heute unsere Lebenswege wieder kreuzen sollten, so gibt es immer eine Chance sich neu zu entdecken. Denn eine Freundschaft ist wie eine alte Tür, die zwar klemmen und knarren kann, aber doch meistens zu öffnen ist. Den wenigsten bleibt sie vollends verschlossen.
Heute differenziere ich nicht mehr. Das heißt, es gibt keine beste Freundin, keinen besten Freund. Menschen, die ich als meine Freunde bezeichne, haben alle denselben Stellenwert. Es sind Menschen, die mit ihrem Feingefühl, ihrer Ehrlichkeit und ihrer Akzeptanz mich so nehmen wie ich bin. Und sie können darauf zählen, dass ich ihnen dasselbe entgegenbringe. Menschen, mit denen ich durchaus auch einmal unterschiedlicher Meinung sein kann und trotzdem der Respekt und das Verständnis füreinander nicht verloren geht. Menschen, die ohne viel Worte zu verlieren, mir beistehen. Das sind meine Freunde, die sich meiner Treue sicher sein können …

Ein wichtige Thema, ein sehr wichtiges Thema für mich. Ich werde mich beteiligen und dann hier noch etwas schreiben. Aber nicht jetzt, später!
piri
November 21st, 2009
Deine Definition gefällt mir recht gut. Ich finde auch nichts schlimmer, als zu differenzieren. Dennoch ist das wohl die allgegenwärtigste Art von Freundschaften, vielleicht die gängigste, sicher auch dei verhängnisvollste, denn Enttäuschungen sind dabei nicht zu vermeiden, sie wird es unweigerlich geben.
Viele behaupten ja sehr viele Freunde zu haben, stehen dennoch alleine da. Mir ist schon ein richtiger Freund/Freundin sehr viel lieber, als 10 vermeintliche die sich einfach nur zum eigenen Vorteil dranhängen.
Na ja, ein sehr schwieriges Thema ist es schon…
Sei lieb gegrüßt
Kvelli
Jouir la vie
November 21st, 2009
Liebe Lilie,
mir gefällt deine Ansicht über Freundschaft sehr.
Ich habe immer ein wenig das Problem, dass ich die Dinge zu sehr idealisiere..
Liebe Grüße
Lilo
Lilo
November 21st, 2009
Wir haben beste Freunde. Aus Freunden sind im Laufe von 30 Jahren beste Freunde geworden. Sie wohnen 250km von uns entfernt, aber wir wissen, sie wären immer für uns da, egal in welcher Situation. Wir haben Freunde, die wohnen in unserer Nähe, bei denen ich nicht genau weiß ob sie uns ohne große Worte beistehen würden.
Babbeldieübermama
November 21st, 2009
Liebe Iris,
ich danke Dir für diesen Beitrag und die Teilnahme an meiner Blogparade. Die Resonanz war nicht gerade überwältigend, was ich aus dem Grunde nicht verstehe, da dies zur Zeit eins der wichtigsten Themen in meinem Leben ist.
Allerliebste Grüße für einen schönen Sonntag,
Dori
Dori
November 22nd, 2009
Ja, liebe Piri, ein wichtiges aber auch schwieriges Thema, finde ich. Denn es gibt wahrscheinlich ganz verschiedene Ansichten darüber …
Liebe Grüße
Iris
Lilie
November 22nd, 2009
Lieber Kvelli,
ja, sich auf einen besten Freund oder eine beste Freundin zu konzentrieren ist wohl die gängiste Art von Freundschaften. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich bei Schicksalsschlägen die Spreu vom Weizen trennt. Und die Menschen, die wirklich dann für mich da waren, nenne ich heute meine Freunde. Es sind nicht viele, aber differenzieren mag ich nicht. Jeder von ihnen ist mir gleich wichtig.
Diejenigen, die behaupten sehr viele Freunde zu haben, mögen diese auch als solche bezeichnen. Ich mache hier den Unterschied zwischen guten Bekannten und richtigen Freunden. Aber du hast vollkommen Recht, ein schwieriges Thema, zu dem ich weitaus mehr hätte schreiben können …
Ganz liebe Grüße
Iris
Lilie
November 22nd, 2009
Liebe Lilo,
früher habe ich auch mich zu sehr auf eine Freundin konzentriert und sie damit wahrscheinlich auch idealisiert. Meiner Meinung und auch meinen Erfahrungen nach sind so Enttäuschungen vorprogrammiert …
Liebe Grüße
Iris
Lilie
November 22nd, 2009
Liebe Bärbel,
es ist sehr schön, dass die Entfernung eurer Freundschaft keinen Abbruch tut. So sind es doch wahre Freunde.
Für mich wären die “Freunde” aus deiner Nachbarschaft eher gute Bekannte. Denn für mich sind nur diejenigen gute Freunde, von denen ich weiß, dass ich mich auf sie - ohne große Worte - verlassen kann.
Liebe Sonntagsgrüße
Iris
Lilie
November 22nd, 2009
Liebe Dori,
der Beitrag zum Thema Freundschaft ist für mich nicht einfach gewesen. Ist es doch ein sehr komplexes und schwieriges Thema und ich hätte noch sehr viel mehr darüber schreiben können. Doch ich wollte auch nicht den Rahmen sprengen.
Ich finde es auch schade, dass die Resonanz nicht gerade hoch war. Die verschiedenen Ansichten, die es hierzu mit Sicherheit gibt, hätten mich schon interessiert. Um so mehr habe ich mich über die Kommentare, die bisher eingegangen sind, gefreut.
Allerliebste Sonntagsgrüße
Iris
Lilie
November 22nd, 2009
Deine Ansicht von Freundschaft unterschreibe ich sehr gerne.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Freundschaften sich im Alter immer mehr bewähren oder auch nach langer vermeintlicher Freundschaft platzen können. Daran sieht man die Tiefe der Freundschaft.
Weniger ist oft mehr.
Mit Freundschaften ist es wie mit der Ehe. Wir reifen an guten wie schlechten Zeiten und erfahren, was letztendlich Bestand hat.
Einen guten Start in die Woche ,-).
Anna-Lena
November 23rd, 2009
Guten Morgen liebe Anna-Lena,
da gibt es nichts mehr hinzuzufügen …
Ebenfalls einen schönen Wochenbeginn
Iris
Lilie
November 23rd, 2009
Liebe Iris,
das sind wunderschöne Gedanken zu diesem Thema - ohne zu beurteilen oder zu bewerten… Manchmal ist es Zeit, getrennte Wege zu gehen, was aber nicht heißt, dass diese Wege nicht einmal wieder zusammenkommen…
Herzliche Grüße, Elisabeth
Elisabeth
November 23rd, 2009
Ich danke dir, liebe Elisabeth.
Herzliche Grüße
Iris
Lilie
November 23rd, 2009
Liebe Iris,
für mich ist das ein sehr schwieriges Thema. Früher hatte ich auch immer eine beste Freundin, aber das ist lange her. Ich fühlte mich oft enttäuscht, will aber nicht ausschließen, dass ich meinen Teil dazu beigetragen habe, wenn eine Freundschaft kaputt ging. Dazu gehören ja auch immer zwei. Manchmal gibt es auch gar keinen speziellen Grund. Dennoch habe ich besonders mit meiner allerersten besten Freundin aus Kindertagen schlechte Erfahrungen gemacht. Sie hat mir übel mitgespielt, nachdem wir ein paar Jahre ein Herz und eine Seele waren. Das hat sehr weh getan, zumal ich den Grund bis heute nicht verstehe. Ich konnte mich leider nicht so gut wehren und sie war immer die “Anführerin”. Ich bin auch nicht der Typ, der irgendwelche “Kämpfe” ausfechten will. Dann gehe ich lieber. Ist manchmal sicher ein Fehler.
Zu einer anderen Freundin aus meiner Kindheit, an die ich nur gute Erinnerungen habe, habe ich jetzt allerdings wieder Email-Kontakt, worüber ich mich sehr freue.
Wir hatten uns nur aus den Augen verloren, weil sie mehrmals umgezogen ist, auch weiter weg, und bei Stayfriends haben wir uns vor kurzem wiedergefunden.
Ich finde, eine Freundschaft muss sich entwickeln. Man kann sich auf Anhieb gut verstehen, aber das heißt noch nicht, dass daraus zwangsläufig eine Freundschaft entstehen muss. Das zeigt dann die Zeit. Ich bin mit dem Begriff Freund/Freundin sehr vorsichtig geworden. Bei mir gibt es da auch einen Unterschied zwischen gute Bekannte und Freunde, was die guten Bekannten aber nicht zu schlechteren Menschen macht und sie liegen mir trotzdem am Herzen.
Mir gefällt deine Einstellung, dass alle deine Freunde den gleichen Stellenwert haben, sehr. Das ist etwas worüber ich so noch nicht nachgedacht habe.
Einmal hat eine sog. “Freundin” zu mir gesagt, sie hätte keinen Kontakt mehr zu mir haben wollen, weil es mir so schlecht gegangen ist, da hatte sie keine Lust drauf.
Tja, was soll ich dazu sagen… ich hatte auch keine Lust darauf, dass es mir schlecht ging, aber… na ja, immerhin war sie im Nachhinein ehrlich zu mir.
Überhaupt ist mir aufgefallen, dass Freundschaften oftmals in die Brüche gehen, wenn es einem über längere Zeit schlecht geht und derjenige sich dadurch verändert. Manchmal passt es dann auf einmal nicht mehr, ohne dass irgendeiner was dafür kann. Ist eben jeder so, wie er ist.
Heute freue ich mich einfach, wenn ich auf nette Menschen treffe, mit denen ich mich gut verstehe.
Und ich versuche die Menschen so zu nehmen wie sie sind und das wünsche ich mir von den anderen auch, dass sie mich so nehmen wie ich bin.
Mehr kann man eigentlich nicht erwarten, oder?
Umso schöner, wenn sich daraus mit der Zeit eine echte Freundschaft entwickelt.
Für mich hat Freundschaft nicht nur was mit helfen zu tun, denn es kommt ja auch vor, dass der andere das in dem Moment selbst nicht kann, sondern in erster Linie damit, dass ich mich angenommen fühle so wie ich bin und dass ich Vertrauen haben kann. Natürlich beruht das dann auf Gegenseitigkeit.
Schwäääre Kost, würde ich sagen.
Liebe Grüße,
Martina
Mamü
November 23rd, 2009
Liebe Martina,
danke für deine ganz persönlichen Erfahrungen, die du hier mitteilst. Ich denke, dass wir sehr ähnlich über Freundschaften denken. Auch ich bin der Meinung, dass es wachsen muss und irgendwann entwickelt sich dann vielleicht eine Freundschaft. Und ja, das wichtigste ist, dass man so angenommen wird, wie man ist. Für mich hat Freundschaft auch nicht nur etwas mit helfen zu tun, ich hoffe, dass ist nicht so missverständlich angekommen. Ich wollte hier zum Ausdruck bringen, dass die “angeblichen Freunde”, wie du sie beschrieben hast, die keine Lust darauf haben, wenn es einem schlecht geht, eben doch keine Freunde sind. Es genügt einfach nur das Wissen darum, dass ich sie jeder Zeit anrufen kann, wenn ich sie brauche … und eine/r von ihnen kann mir dann bestimmt beistehen.
Aber du hast vollkommen Recht: schwäääre Kost. Ich hatte auch so meine Probleme, meine Gedanken in einen kurzen Text zu fassen. Ich glaube, hierüber könnte man ganze Abhandlungen schreiben *grins*
Liebe Grüße
Iris
Lilie
November 23rd, 2009
“Für mich hat Freundschaft auch nicht nur etwas mit helfen zu tun, ich hoffe, dass ist nicht so missverständlich angekommen.”
Nein, das ist nicht missverständlich angekommen, liebe Iris. Ich weiß schon, wie du das meinst. Sorry, wenn das jetzt von mir so rübergekommen ist.
Liebe Grüße,
Martina
Mamü
November 23rd, 2009
Puh, liebe Martina, danke für deine Antwort. Ich hatte schon befürchtet, ich hätte einen “Schnitzer” eingebaut …
Lilie
November 23rd, 2009
Ein paar Mal habe ich jetzt schon Anlauf genommen, um hier einen Kommentar zu hinterlassen - und jedesmal wieder aufgegeben, weil es ein so umfassendes, großes, schwieriges Thema ist … .
Trotzdem versuche ich es jetzt nocheinmal.
Freundschaft als solches ist für mich ganz persönlich etwas, dass mir schwerfällt. Inzwischen - muss ich dazufügen, nachdem ich ein paar Mal ganz böse auf die Nase gefallen bin bzw. von sog. “Freunden” heftigst enttäuscht wurden. Gute Bekannte, ja natürlich - aber richtige Freunde? Da tue ich mich schwer damit, diese Bezeichnung auch nur in meinem Kopf zuzulassen …
Richtige Freunde, denen ich blind vertraue, für die ich immer und jederzeit da bin - und die auch für mich immer und jederzeit da sind? Richtige Freunde, die es nicht übel nehmen, wenn ich einmal nicht ihrer Meinung bin - und die auch mir nicht nur nach dem Mund reden? Richtige Freunde, die nicht nur nehmen, sondern auch geben können - und die auch etwas annehmen können? Richtige Freunde, mit denen man sich auch nach längerer Funkstille sofort wieder “blind” versteht?
Solche Freunde sind selten … und ich bin froh, trotzdem ein paar (sehr wenige) Menschen “Freunde” nennen zu können :-)!
FantaFünf
November 23rd, 2009
Liebe Iris
Ein interessantes Thema, schade dass ich diese Blogparade bei Dori nicht entdeckt habe. Wenn ich mal bißchen Zeit für eine Blogrunde habe, lese ich meist nur die oberen Einträge, so ist sie mir wohl entgangen. Schade.
Was Freundschaft wirklich bedeutet habe ich erst vo ca zehn Jahren erkannt. Als ich mich von meinem Mann trennte standen weniger als eine Handvoll von denjenigen zu mir, die ich bis dahin als “meine Freunde” bezeichnet hatte. Mittlerweile sind es nur noch zwei. Doch mit diesen beiden bin ich nun schon seit über 30! Jahren eng verbunden. Und das Besondere an unserer Freundschaft ist: beide wohnen weiter weg, doch auch wenn wir uns nur sehr selten sehen und auch eher selten telefonieren, so erzählen wir uns dennoch auch heute noch unsere heimlichsten Gedanken, die wir keinem anderen gegnüber erwähnen würden. Und das ist, was Freundschaft für mich heute ausmacht: gegenseitiges Anvertrauen, ohne Tabus, das Gefühl: der kann ich trauen, der kann ich alles, wirklich alles erzählen, was mich bewegt. Und andersrum genauso.
Liebe Grüße,
von Wally
Wally
November 24th, 2009
Liebe Brigitte,
ja, es ist wirklich ein großes und schwieriges Thema. Aber du hast deine Gedanken sehr nachvollziehbar hier niedergeschrieben und ich kann dich sehr gut verstehen. Danke hierfür.
Liebe Grüße
Iris
Lilie
November 24th, 2009
Liebe Wally,
schön, dass dir diese Freunde geblieben sind. Entfernungen scheinen wirklich keine größere Rolle zu spielen, wie ich aus den Kommentaren hier entnehmen kann. Und das gefällt mir ganz besonders …
Liebe Grüße
Iris
Lilie
November 24th, 2009
Liebe Iris,
Deine und Anna-Lenas Sicht zum Thema Freundschaft teil ich.
Entfernungen sollten auch kein Hinderniss für “echte” Freundschaft sein.
z.B. die Freundschaft mit meiner Freundin aus der Sandkasten-und Schulzeit ist nie gebrochen. Und doch wohnen wir seit vielen Jahren (mehr als 50) sehr weit von einander entfernt.Und doch können wir immer da anknüpfen wo wir aufgehört hatten. Es ist immer als ob es gestern war. Und doch kann manchmal eine lange Zeit vergehen bis zum nächsten Wiedersehen.
Ein schwieriges Thema.
Liebe Grüsse,Elke
Elke (nordstar)
Dezember 7th, 2009
Liebe Elke,
oh, wie schön. Eine echte und tiefe Freundschaft …
Ganz liebe Grüße zu dir
Iris
Lilie
Dezember 8th, 2009