Wir leben heute im Zeitalter der Handys. Diese kleinen portablen Geräte, mit denen wir alles Mögliche anstellen können - sogar telefonieren! Und - wir sind immer und überall damit erreichbar. Wir haben bereitwillig unsere Freiheit aufgegeben, mal für ein paar Stunden unauffindbar zu verschwinden.
Kinder bekommen es bereits, bevor sie Handy überhaupt buchstabieren können und im Supermarkt wird schnell der Ehepartner angerufen, um über die Kartoffelpreise und den Unterschied zwischen mehlig, vorwiegend festkochend und festkochend zu diskutieren. Geschäftsgespräche werden auf der Toilette geführt, die intimsten Geheimnisse während der Fahrt mit Bus und Bahn besprochen. Die wohl am häufigsten gestellte Frage der heutigen Zeit beim Telefonieren lautet: “Wo bist du gerade?” Als moderner Mensch hat man nervös zu werden, wenn diese kleine elektronische Fuß- … ähm, Verzeihung … Handfessel nicht in greifbarer Nähe zu finden ist.
Wie konnten wir früher nur ohne Handy leben? Ja, wie konnten wir sogar überleben?

Diese Frage habe ich mir auch schon öfter gestellt. Und irgendwie waren damalige Zeiten ohne Handy immer persönlicher. Man schrieb Briefe und sprach persönlich miteinander. Heute kaum mehr möglich. Klar, wir leben im Zeitalter der Technik, nutzen gerne all die Annehmlichkeiten, nur bleibt dabei auch viel auf der Strecke…
Sei lieb gegrüßt
Kvelli
Jouir la vie
Januar 17th, 2010
Das frage ich mich auch wie das früher so ohne Handy ging. Und es ging ja. Ich werde zum Beispiel grundsätzlich angebimmelt, wenn ich irgendwo an der Kasse stehe, da ist mir schon langsam unheimlich ;-)Aber es kann ja auch recht hilfreich sein, wenn man mal unterwegs ist und Hilfe braucht, ich meine wirklich HIlfe und nicht um zu erfahren was für Kartoffeln man mitbringen soll.
Lieben Gruß Doro
Doro
Januar 17th, 2010
Früher, so ohne Handy, ging es mir eigentlich auch ganz gut. Es hatte ja niemand eines und der Bedarf war für mich nicht erkennbar. Jetzt möchte ich aber nicht mehr darauf verzichten. Wenn ich mein Handy mal zu Hause vergesse, dann vermisse ich es richtig…
rundumkiel
Januar 17th, 2010
Früher war es sogar etwas besonderes, über einen Festnetzanschluss zu verfügen. Zumindest war es ein Privileg. Ich rede nicht von der Steinzeit, sondern von der DDR, so 70er, 80er Jahre. Und dann war das noch ein Doppelanschluss, hat der Nachbar telefoniert, war halt dicht. Und dann in dem Haus alle 4 “Kinder” im Teenager-Alter. Hä,hä. Ich hatte eine Freundin, die auch Telefon hatte (so hat man das gesagt), stundenlang quatschen ging da auch… Mein erstes eigenes Festnetztelefon hatte ich dann ab 1994 (!).Hat also auch noch ganz schön gedauert, das hing damals noch an den kabeln. Und dann ging alles ganz schnell. Ich hatte schon ein Handy, als es noch sehr teuer war, damit mein Sohn, den ich schon als kleines Schulkind sehr viel alleine lassen musste, mich immer erreichen konnte. Und als er in “dem anstrengenden” Alter war, war ich auch sehr froh, ihn immer erreichen zu können. Auch wenn man es nicht genutzt hat, wusste ich doch immer, wenn er in Not ist, kann er sich melden. Aufgefallen ist mir auch, dass man sich heutzutage immer sehr lose verabredet und es dann kurz davor erst konkretisiert. “Bin schon da, kannste auch n bissel eher?” oder umgekehrt. Nun könnten viele sagen, früher ging es auch ohne, aber es hat sich ja alles mit verändert. Chefs wollen einen innerhalb einer Stunde sehen, da kann er ja schlecht einen Brief schreiben. Also ich kann die Sprüche “früher ging das auch” nicht mehr hören….früher lebte man dafür wohl auch ruhiger…jetzt ist es hektischer, aber man kann sich alternativ verständigen.
Miki
Januar 17th, 2010
Technik - Fluch und Segen.
Ja, wir haben auch ohne Handy überlebt. Für den Notfall erreichbar zu sein, ist schon ein Segen, aber vieles geht verloren, da schließe ich mich Kvelli an.
Und unsere Jugend? Nimmst du ihnen das Handy weg (das mache ich im Unterricht manchmal, denn im Unterricht ist Handyverbot), sie führen sich auf, als hätte man ihnen die Seele aus dem Leib gerissen.
Liebe Grüße in den Sonntag,
anna-Lena
Anna-Lena
Januar 17th, 2010
Das Handy ist die eine Sache. Ich habe eins, ein Kartending, das ich nur einschalte, wenn ich länger unterwegs bin. Es wird fast nie genutzt.
Das andere ist die Omnipräsenz der Medien überhaupt. Gestern sah ich Reklame für das allerneuste Laptop. Damit kann man überall unterwegs Fernsehen gucken. Ja, wer will denn das? Anscheinend viele
april
Januar 17th, 2010
Ja, lieber Kvelli, da bleibt so einiges auf der Strecke … Schade!
Lilie
Januar 17th, 2010
Liebe Doro,
natürlich kann ein Handy auch ein Segen sein. Es gibt schon so einige Situationen, in denen wir froh sein können, dass es diese Dinger heute gibt. Es bimmelt bei dir immer an der Kasse? Das wäre mir auch ziemlich suspekt
Lieben Gruß
Iris
Lilie
Januar 17th, 2010
Tja, lieber rundumkiel, der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier, nicht wahr?
Lieben Gruß
Iris
Lilie
Januar 17th, 2010
Liebe Miki,
klar gibt es Situationen, in denen wir froh sind, dass es heute Handys gibt, ist es doch dann eine große Erleichterung. Ich selbst habe ja auch eins und seitdem mein Mann pflegebedürftig ist, kommt es auch schon mal zum Einsatz, so bin ich für ihn auch immer erreichbar. Doch ist es nicht auch so, dass durch das Telefonieren an jedem Ort, egal wer sich in der Nähe aufhält, auch oft eine gewisse Diskretion verloren geht? Muss ich wirklich wissen, dass die Frau, die mir in der Bahn gegenüber sitzt, Stress mit ihrem Mann hat - ja sogar unfreiwillig Zeugin eines handfesten Streits mit allen Details werden? Wenn der Mann im Supermarkt einen Eintopf kochen will und nicht weiß welche Kartoffeln er dafür am besten nimmt, warum fragt er nicht eine Verkäuferin oder mich als nette Kundin, die daneben steht? Ein nettes Wort, vielleicht ein kleiner Plausch, der persönliche Kontakt zu fremden Leuten geht vollkommen verloren. Ganz zu schweigen von den ignoranten Handy-Benutzern, die selbst auf Intensivstationen keine Rücksicht nehmen und das Handy eingeschaltet lassen. Oder man möchte schick essen gehen, hat vielleicht einen Anlass zu feiern, doch fast an jedem Tisch bimmelt ein Handy. Was soll das? Zumindest könnte man doch den Klingelton ausschalten und zum Telefonieren dann hinaus gehen. Das wäre rücksichtsvoller und diskreter.
Lieben Gruß
Iris
Lilie
Januar 17th, 2010
Liebe Anna-Lena,
ganz ohne möchte ich auch nicht mehr sein. Und das unsere Jugend das Handyverbot ignoriert kann man ihnen schon fast gar nicht vorwerfen, wird ihnen es doch oft vorgelebt. Wie oft habe ich in den Kliniken ein solches Verhalten miterleben müssen. Da werde ich auch nicht müde auf das Handy-Verbot hinzuweisen.
Lieben Gruß
Iris
Lilie
Januar 17th, 2010
Liebe Ingrid, da gebe ich dir vollkommen Recht. Diese Omnipräsenz der Medien scheint jedoch von den meisten gewollt zu sein, sonst würde es sich ja nicht durchsetzen …
Lieben Gruß zu dir
Iris
Lilie
Januar 17th, 2010
Ich vermisse mein Handy eigentlich nicht, wenn ich aus dem Haus gehe. Es sei denn es ist dunkel, die Straßenverhältnisse sind schlecht und es ist schon spät. Da wird mir wirklich anders und ich bekomme Angst, bei einem Unfall kein Handy zur Hand zu haben um Hilfe zu holen. Man denkt dann unweigerlich “Wenn jetzt etwas passiert….”
Ein ganz schön blödes Gefühl, deshalb bin ich froh, dass es Handys gibt. Meistens hat man dann aber in genau so einer Situation keines dabei..
Liebe Grüße
Lilo
Lilo
Januar 17th, 2010
Fluch und Segen. Das trifft es. Ich habe eins, werde aber mehr angerufen als es selber aktiv zu nutzen. Aber ich erwische mich, dass ich zurück gehen “muss”, wenn ich morgens mal ohne aus der Wohnungstür gehe. Dabei denke ich gerade an Verkehrsunfälle auf offener Strecke, wo es keine Telefonzelle oder Häuser gibt. Dafür brauche ich es.
Es spart auch viel Zeit. Ich denke an die Zeit vor Festnetzanschluß und ohne Handy. Da musste man zum Arzt hin um einen Termin zu machen. Heute unvorstellbar. Wie umständlich!!
Und noch was. Wenn ich nicht gestört werden möchte oder nicht stören möchte (Restaurant, Konzert, Meeting) dann schalte ich es aus. Das gibt später dann zwar verwunderte Rückfragen wie: “Was war denn los? Dein Handy war aus.”
Chinomso
Januar 17th, 2010
Liebe Lilo,
das war bei mir auch genau der Grund, warum ich mir ein Handy mal angeschafft habe. Es gibt einem schon ein sichereres Gefühl. Dann könnte mir jedoch passieren, dass ausgerechnet dann das Akku leer ist
Liebe Grüße
Iris
Lilie
Januar 17th, 2010
Liebe Chinomso,
Ich wünsche dir noch einen schönen Abend
ja, Handy vergessen, das passiert mir auch oft … Auf Handy werde ich allerdings auch wenig angerufen, da ich meine Nummer selten angebe - es ist doch meistens ausgeschaltet. Und den Knopf zum Ausschalten, sollten manche Handy-Telefonierer - genauso wie du - öfter mal benutzen
Lieben Gruß
Iris
Lilie
Januar 17th, 2010
Mein Handy bleibt sehr oft Zuhause liegen und ich denke, wer wirklich dringend was von mir will, der ruft noch ein paarmal an …
piri
Januar 18th, 2010
Naja, dafür gibt es eine ganz einfach Erklärung. Weil NIEMAND ein Handy hatte! Heute ist es natürlich schwer vorzustellen, weil im Falle einer persönlichen Abstinenz ja immernoch alle anderen ein Handy hätten. Nur man selbst nicht. Dadurch würde man sich sehr schnell isoliert und hilflos fühlen. Das ist aber auch der einzige Grund. Der technische Schnischnack im Handy der uns das Leben einfacher macht ist da glaub ich eher zweitrangig.
Schaps
Januar 18th, 2010
Ja, liebe Iris, wie haben wir früher überlebt? Ich bin auch so ein Handy-Freak, aber nicht so sehr zum telefonieren, sondern mehr zum SMS-len…Kontakt halten mit Freunden, die weiter wegwohnen, mit Kollegen kurze Absprachen bzgl. Arbeitsbeginn usw. Zum Geburtstag liebe Worte schicken und einer Freundin in einer Krise zur Seite stehen und Mut machen.
Ich LIEBE sms, SO, jetzt hab ich mich geoutet…
Dass es ständig und überall klingelt, vor allem im Restaurant usw und wegen jedem kleinen Kram,das nervt mich auch. Schön ist es auch, wenn eine Kundin was probiert und nebenbei telefoniert. Ich geh dann meist weg und bediene nicht weiter, dann merken sie es meist… Muss jetzt los, ein Sms schreiben *grins* Liebe Grüsse Andrea
andrea2007
Januar 18th, 2010
Da geht es dir wie mir … und zu Hause ist dann noch der Anrufbeantworter …
Lilie
Januar 18th, 2010
Also, lieber Schaps, ich bin sehr oft ohne Handy unterwegs und ich fühle mich dann nicht isoliert und hilflos
Aber auch in meinem Bekanntenkreis spielt das Handy mehr eine untergeordnete Rolle. Vielleicht liegt es ja daran, dass ich ein paar Jahre älter bin
Lilie
Januar 18th, 2010
Liebe Andrea,
Zum “Absprechen” telefoniere ich dann lieber, zum Geburtstag oder Kontakt halten schreibe ich lieber eine Karte oder Mail oder sogar ganz altmodisch einen Brief … Kundinnen telefonieren beim Anprobieren? Würde ich nicht tun, das wäre mir zum einen lästig und zum anderen auch unangenehm … Aber wie sagt man hier so schön? Jede Jeck is anders 
*lach* danke fürs “outen”. Ich stelle mir gerade vor, wie deine Finger über die Tasten des Handys fliegen …
Ich brauche ewig, bis ich eine SMS geschrieben habe
Liebe Grüße zu dir
Iris
Lilie
Januar 18th, 2010
liebe iris
mir gehts wie andrea, auch ich schreibe sehr gern sms!!lach. besonders diese kleinen lieben botschaften haben es mir angetan
mit 16 bekam ich erstmals das handy meiner mutter um zb anzurufen wenn irgendwas nicht stimmt oder so.
erst mit 18 bekam ich dann das erste eigene handy und da hatten wirklich noch nicht alle eins. nun 12 jahre später ist das kein luxus mehr, es gehört dazu, wie das gelbbörsel, ohne handy wüßt ich keine nummern mehr
allerdings kann ich auch locker mal ein paar stunden ohne das ding sein
ich geh ohne zwear nicht aus dem haus aber muß es nicht überall hören :))
glg babsi
Babsi
Januar 19th, 2010
Hallo Iris,
ich verweigere mich heute noch diesem “Teufelswerk”. Mich nervt dieses klingeln an allen möglichen und unmöglichen Orten.
Für mich gibt es nur 2 Gründe das Handy zu benutzen: Wenn ich mit meinem Scooter unterwegs bin, um eventuell Hilfe zu holen, im Krankenhaus, um die teuren Gebühren des Zimmertelefons zu sparen. Die Menschen merken nicht, wie abhängig sie sich von der Technik machen. Verrückte moderne Zeit.
Babbeldieübermama
Januar 19th, 2010
Liebe Babsi,
Und weiterhin viel Spaß beim “Simsen” …
dann hast du doch einen schönen Mittelweg gefunden
Liebe Grüße
Iris
Lilie
Januar 19th, 2010
Liebe Bärbel,
ja, das ewige Klingeln, die unterschiedlichsten Töne und Musikeinlagen und die dann folgenden Gespräche, die man zwangsläufig mit anhören muss, können ganz schön nervig sein. Ich denke da an eine längere Zugfahrt im Großraumwagen … auf mein Buch kann ich mich dann nicht konzentrieren …
Lieben Gruß
Iris
Lilie
Januar 19th, 2010
Hallo Iris,
ja, ja das liebe Handy.
Ich hatte einmal einen neuen Freund, der mich großspurig zum Essen einlud. Angekommen öffnete er mir galant die Autotür und half mir beim Aussteigen. *wie im Schnulzenfilm in Kino* Aber jetzt kommt`s, in den einen Hand hielt er so einen großen Apparat. (das Handy war ganz neu auf dem Markt und hatte die Länge eines Schuhkartons nur nicht so breit). Auf meine Frage was das denn wäre, antwortete er stolz: “Das ist mein Handy!” Durch mein ratloses Gesicht schob er noch: “Man muss doch erreichbar sein.” hinterher.
So kann gehen.
Ich habe auch ein Handy, aber nur wenige haben meine Nummer.
Ich wohne auf dem Land. Die Telekom hat schon lange die meisten Telefonzellen abgebaut. Da bin ich über diese Errungenschaft sehr erleichtert.
Liebe Grüße,
Monika
Brianna
Januar 19th, 2010
Liebe Monika,
einfach köstlich *lach* - Ich stelle mir gerade vor, wie er dieses Monstrum mit sich herumschleppt …
Ja, Telefonzellen gibt es immer weniger, wahrscheinlich weil heute jeder ein Handy besitzt, denke ich.
Lieben Gruß
Iris
Lilie
Januar 19th, 2010
Hallo Iris,
ich fand das nur peinlich. Eigendlich hatte ich mich auf ein romantischen Abendessen eingestellt, und dann das.
Als ich ihm sagte:” Es gibt Situationen, wo ich nicht erreichbar sein will”, fiel ihm das Gesicht runter.
LG,
Monika
Brianna
Januar 19th, 2010
Liebe Monika,
tja, da wollte er als toller Hecht dastehen und dann ging der Schuss nach hinten los … Da hast du ihm aber gehörig sein Weltbild zerstört …
Lieben Gruß
Iris
Lilie
Januar 20th, 2010
Indem wir dadurch mehr Ruhe zum Lesen hatten, liebe Iris. Hi, hi.
Liebe Grüße,
Martina
Mamü
Januar 20th, 2010
RISCHTISCH, liebe Martina
Lieben Gruß
Iris
Lilie
Januar 20th, 2010
Ich hab zwar ein Handy schon lange,aber mich niemals davon “fesseln” lassen.
All die Funktionen die damit
möglich sind benutze ich nie.
Nur für ab und an eine SMS
zu besonderen Anlässen.
Und fürs telefonieren wenn
ich auf Reisen bin. Oder in unbewohnten Gegenden unterwegs bin, und irgend ewtas ernstes passiert ist.
Ansonsten nerven mich diese öffentlich Handygespräche..die oftmals total sinnlos sind.
Wenn sie zumindest etwas leiser geführt würden..aber nein jeder soll es ja hören..
Liebe Grüsse,Elke
Elke(nordstar)
Januar 26th, 2010
Liebe Elke,
Lieben Gruß
oh ja, diese öffentlichen Handygespräche - so laut und so nach Aufmerksamkeit heischend - finde ich auch ganz schrecklich. Ich benutze mein Handy ähnlich wie du - welche Funktionen an diesem Teil sind, weiß ich gar nicht so genau …
Iris
Lilie
Januar 26th, 2010