Über den Autor

Ein Tourist macht Station in einem Kloster. Er wird freundlich aufgenommen, und man bietet ihm eine Mönchszelle als Schlafquartier an. Darin stehen nur ein Bett und ein Stuhl. In der Tür fragt der Tourist erstaunt: “Und wo sind Ihre Möbel?” “Wo sind denn Ihre?”, erwidert der Mönch. Verwirrt antwortet der Tourist: “Ich bin ja nur auf der Durchreise.” Der Bruder lächelt: “Wir auch.”

(aus: Typisch! Kleine Geschichten für andere Zeiten, Andere Zeiten e.V.)

Diese kleine Geschichte führe ich mir immer wieder vor Augen, wenn ich Gefahr laufe, dem Konsumverhalten unserer heutigen Zeit zu verfallen. Zugegeben, manchmal werde ich rückfällig, aber ich arbeite daran … ;-)

18 Antworten to “Unterwegs”

  1. Eine schöne Geschichte. Wie viele Menschen besitzen nicht mal einen Stuhl und ein Bett?

    Liebe Grüße und danke für die Erinnerung, wie gut es uns doch geht.

    Anna-Lena

    Anna-Lena

  2. Gefällt mir sehr gut und viel Wahres ist darin enthalten. Leider werden solche Gedanken meistens schnell wieder über Bord geworfen, da ist wahrlich gut, mal wieder daran zu arbeiten…
    Sei lieb gegrüßt
    Kvelli

    Jouir la vie

  3. Liebe Iris, ich glaube, wir sollten auch in dieser Hinsicht nicht zu streng mit uns sein. Es macht manchmal einfach Freude, etwas Schönes zu erstehen und ich finde das völlig ok. Wenn man sich auch wirklich drüber FREUEN kann!
    Schlimm wird es natürlich, wenn es krankhaftes Kaufen oder auch krankhaftes Festhalten ist…

    Die Geschichte bringt mich zum Schmunzeln und MIR zeigt sie wieder einmal, dass ich mich selber nicht immer so ernst nehmen muss:-)

    Das Leben HEUTE geniessen, mitnehmen können wir nichts…wie heisst es so schön, das letzte Hemd hat keine Taschen:-)

    Liebe Grüsse Andrea

    andrea2007

  4. Das sind ja auch zwei Männer, denen das Shopping Gen nicht inne wohnt *g*

    Schöne Geschichte! Werde ich mir dann auch merken, wenn es wieder so weit ist … mit dem Kaufwahn

    Gruß Erdbeere

    Erdbeere

  5. Ja, liebe Anna-Lena, uns geht es gut …
    Lieben Gruß zu dir
    Iris

    Lilie

  6. Lieber Kvelli,
    ich denke, das “sich-bewusst-machen” ist schon ein großer Schritt, nicht wahr?
    Liebe Grüße zu dir
    Iris

    Lilie

  7. Liebe Andrea,
    klar sollten wir uns manchmal etwas kaufen, woran wir Freude haben. Aber wie du schon sagst, eben woran wir uns WIRKLICH erfreuen können. Aber ich habe in den letzten Jahren mein Kaufverhalten doch schon verändert. Heute ist es mir wichtiger Geld für etwas auszugeben, was nicht unbedingt die Schränke voll macht (die sind nämlich schon voll :oops: )
    Z.B. eine Putzhilfe für mehr freie Zeit, eine Kinder-Patenschaft für Freude im Herzen, einen Ausflug für unvergessene Stunden u.ä. Das Leben HEUTE geniessen, denn mitnehmen können wir nichts, aber ich fest davon überzeugt, dass schöne Erinnerungen am Ende unseres Lebens nachhaltiger sind als materielle Dinge ;-)
    Ganz liebe Grüße zu dir
    Iris

    Lilie

  8. Ja, liebe Erdbeere, das Shopping Gen ist manchmal schon recht durchsetzungsstark ;-) Ich denke da nur an … SCHUHE!!!
    Ich habe schon eine stattliche Sammlung, aber …
    Lieben Gruß zu dir
    Iris

    Lilie

  9. Ich finde auch, Asketen müssen wir ja jetzt nicht werden, aber das Konsumverhalten auf eine sinnvolle Basis stellen, das ist sicher gut. Wenn man sich an etwas wirklich! erfreuen kann (und das muss noch nicht mal viel kosten), das ist der wahre Luxus. Doch nur kaufen um einer kurzweiligen Befriedigung nachzugeben, das bringt auf die Dauer nichts. Sich auf das Wesentliche besinnen - eine lebenslange Aufgabe.

    april

  10. Ach ja, Schuhe kann Frau einfach nicht genug haben. Obwohl Hr. Erdbeere ist auch nicht schlecht, hat fast mehr davon als ich!

    Erdbeere

  11. Das ist wirklich eine wunderbare Geschichte, liebe Iris!
    Die mich lächeln ließ… danke dir! Denn was braucht der Mensch schon… so viel Ballast..
    Herzliche Grüße, Elisabeth

    Elisabeth

  12. Recht hat er ja der Mönch, liebe Iris. Wir sind alle nur auf der Durchreise und ohne viel Gepäck oder Möbel reist es sich leichter. Und mitnehmen von dieser WElt in eine andere Welt können wir sowieso nichts. Jedenfalls nichts Materielles. Nur das, was in unserem Herzen ist. Manchmal kaufen wir zu viel von Dingen, die wir nicht wirklich brauchen. Aber manchmal brauche ich das trotzdem. Klingt wirr, aber ist so. :-) Ich glaube, dass ist oft ein ERsatz für das, was wir auf emotionaler Ebene nicht haben.

    Ich würde aber gerne noch einen anderen Aspekt mit einbringen, wenn es auch etwas weit hergeholt ist für diese GEschichte. Ich würde die Möbel einfach mal als Ballast (Sorgen, Ängste u.a.) interpretieren. Auch den sollten wir auf unsere Reise nicht mit uns herumschleppen, er ist einfach zu schwer. Und in der anderen WElt brauchen wir ihn auch nicht mehr. :-)

    Liebe Grüße,
    Martina

    Mamü

  13. Ja, liebe Ingrid, so sehe ich das auch. Eine Aufgabe, an der ich immer wieder arbeite …
    Lieben Gruß
    Iris

    Lilie

  14. Liebe Erdbeere, *grins*, nicht wahr, Schuhe sind ja auch nicht gleich Schuhe: Es gibt Stiefel, Stiefeletten, Pumps, Sneakers, Sandalen, Ballerinas …

    Lilie

  15. Liebe Elisabeth,
    ja, ein “Zuviel” kann schnell Ballast werden …
    Liebe Grüße zu dir
    Iris

    Lilie

  16. Liebe Martina,
    ja auch dein anderer Aspekt sollte man nicht außer Acht lassen. Letztendlich ist es der Ballast, ob materiell oder emotional, von dem wir befreien sollen. Beides braucht man weder in der einen noch in der anderen Welt. Konsum als Ersatzbefriedigung kenne ich auch. Ich mag diese Geschichte, weil sie es mir bewusst macht …
    Liebe Grüße
    Iris

    Lilie

  17. Eine kluge Antwort, aber auch eine berechtigte Frage. Ich habe einmal einen Mönch gehört, der darüber vortrug, dass Menschen es nicht schaffen einmal NICHTS zu tun. Also wirklich nichts. Einfach nur so dasein… Er und seine Brüder konnten das - ich kann es nicht… Nichts tun ist schwierig, genau wie ein Leben mit wenig Gütern. Ich habe Achtung davor…

    rundumkiel

  18. Oh ja, auch ich habe sehr große Achtung davor …

    Lilie

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